Kaffee - „Spendiert“ in Rottenburg!

Rottenburg schließt sich der Initiative „Suspended Coffee Germany“ an. Das Prinzip ist einfach: Wer möchte, kann im Café einen zusätzlichen Kaffee bezahlen. Dieser wartet dann in Form eines Chips auf einen bedürftigen Menschen, der sich diesen Kaffee sonst nicht leisten könnte Ein „suspended coffee“ kostet 2,50 Euro und ist ab sofort beim Kaffeewerk Rottenburg und im Primavera Eiscafé erhältlich. So kann schnell praktische Nächstenliebe ausgeübt werden und die zahlenden Gäste wissen konkret, für was die Spende verwendet wird.

Die Idee, sich auch in Rottenburg der international bekannten Initiative anzuschließen, hatte Ludwig Rudloff, Bischöflicher Beauftragter für Flüchtlingsfragen. Als Partner kamen die Rottenburger Stadtverwaltung, die WTG und die Kirche als Träger u.a. der Tafel mit ins Boot. Die beiden Gastronomen von Kaffeewerk und Primavera. Maren Derbogen und Bekim Sadiku, waren von der Idee schnell überzeugt und sind nun gespannt, wie die Rottenburger*innen das neue Angebot, etwas Gutes zu tun, annehmen.

„Suspended Coffee“ heißt in etwa "aufgeschobener" Kaffee und greift die schöne Tradition des „Caffé Sospeso“ auf, die aus Neapel stammt und von dort aus inzwischen fast die ganze Welt erreicht hat. Seit April 2013 schließen sich in Deutschland immer mehr Städte erfolgreich an. Die Initiative heißt hierzulande „Spendiert!“ und wird von einem Verein in Leipzig unterstützt. Auf deren Homepage www.suspendedcoffee.de sind eine Liste aller Angebote sowie weitere Informationen zu finden.

Im Café können die Gäste einfach bei der Bestellung einen spendierten Kaffee mitbestellen. Für jede Bestellung wandert ein eigens für Rottenburg erstellter Chip in ein Glas auf dem Tresen. Hier können sich die Gäste, die sich sonst keinen Kaffee leisten könnten, niederschwellig bedienen. Ihren Kaffee bezahlen die Gäste also im Voraus mit diesem Chip. Die umweltfreundlichen Chips werden aus Öko-Plastik hergestellt, welches aus Stärke aus Kartoffelschalen gewonnen wird. Die Kartoffelschalen holt der belgische Hersteller bei Pommesproduzenten. Sollten die Chips im Laufe der Jahre also unansehnlich werden, können sie im Bioabfall entsorgt werden.

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