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Synagoge und jüdischer Friedhof in Baisingen

 

Synagoge in Baisingen Jüdischer Friedhof in Baisingen

Seit 1596 sind jüdische Einwohner im Rottenburger Stadtteil Baisingen nachgewiesen. Sie wohnten fast 400 Jahre lang in Baisingen und bildeten bis 1938 eine intakte jüdische Landgemeinde.

Seit 1778 gibt es auch einen jüdischen Friedhof. Er stellt heute neben der Synagoge das zweite wichtige Zeugnis des jüdischen Lebens in Baisingen dar. Mehrere Häuser an der Ortsdurchfahrt wurden in Baisingen durch Juden im 19. Jahrhundert nach der Gleichstellung errichtet. Sie prägen heute das Ortsbild mit.

Die eben erwähnte Baisinger Synagoge wurde 1784 errichtet, jedoch schon 1938 in der Reichspogromnacht im Inneren verwüstet. Später diente sie als Scheune bis sie 1998 als Gedenkstätte wiedereröffnet wurde. Nach der Restaurierung sind alle Phasen der Baugeschichte sichtbar.

Informationen:
Kulturamt Stadt Rottenburg
Obere Gasse 12
72108 Rottenburg am Neckar
Telefon: 0 74 72 / 165-351

Führungen nach Vereinbarung:
Adolf Hug, Tel. 07457 / 1826

Weiterführende Seiten:
Gedenkstätte Synagoge Baisingen (Seite der Stadtverwaltung Rottenburg)

 

Mahnmal Hailfingen-Tailfingen

WTG-Bild

Im Winter 1944 / 1945 richteten Arbeitskommandos des Konzentrationslagers Natzweiler / Elsass auf einem bereits 1938 gebauten Flugplatzgelände auf der Ebene zwischen Hailfingen und Tailfingen einen Nachtjägerflugplatz ein. Ein weiteres von Stacheldraht umgebenes Lager war vermutlich bereits 1942 für etwa 100 sowjetische Kriegsgefangene eingerichtet worden. Außerdem arbeiteten französische Kriegsgefangene, belgische Zivilarbeiter, italienische Freiwillige der Wehrmacht, eine Gruppe ungarischer Soldaten und ab Januar 1945 etwa 300 Angehörige der britischen Armee aus Indien, die in Nordafrika gefangen genommen worden waren, auf dem Platz.

Am 19.11.1944 traf vom KZ Natzweiler-Struthof ein Transport mit 600 jüdischen Häftlingen in Hailfingen ein. Die meisten Gefangenen kamen aus Ausschwitz, etwa 50 kamen aus dem Baltikum. Sie waren zwischen 14 und 60 Jahre alt und stammten aus 16 verschiedenen Ländern. Sie arbeiteten in den umliegenden Steinbrüchen am Ausbau der Startbahn und am Bau von zwei Rollwegen, fällten Bäume und wurden beim Entfernen von Blindgängern eingesetzt.

Die Häftlinge schliefen in einer umsäumten Flugzeughalle. Es gab unzulängliche sanitäre Einrichtungen und keine ärztliche Versorgung. Die meisten Häftlinge starben an den  Folgen der schweren Arbeit, der Unterernährung, der Kälte und an Krankheiten. Nachgewiesen ist der Tod von 186 Häftlingen. Ein letzter Transport verließ Hailfingen am 14.2.1945. Die bis dahin in Hailfingen gebliebenen 296 Häftlinge wurden nach Dautmergen deportiert. Von 267 Häftlingen sind inzwischen Todesdatum und Todesort bekannt. Das Schicksal von etwa 200 Häftlingen ist bis heute ungeklärt, von 124 Häftlingen weiß man, dass sie überlebt haben. Im Juni 1945 fand die Exhumierung der Leichname der jüdischen Häftlinge aus dem Massengrab im Südosten der Startbahn statt.

Ende 1985 gründete sich ein Förderverein zur Errichtung eines Mahnmals, ein Jahr später wurde auf dem Tailfinger Friedhof ein Gedenkstein enthüllt. 2002 begann der Verein "Gegen Vergessen - für Demokratie e.V." mit der Aufarbeitung der Geschichte des Lagers. 2007 beschloss die Gemeinde Gäufelden die Einrichtung einer Dauerausstellumg im Rathaus Tailfingen und die Stadt Rottenburg am Neckar die Errichtung eines Mahnmals auf dem  Flugplatzgelände. Im Juni 2010 wurde die Gedenkstätte KZ-Außenlager Hailfingen-Tailfingen eingeweiht.

Öffnungszeiten:

In einem Video berichtet der damalige Zwangsarbeiter und Überlebende Israel Arbeiter von der damaligen Zeit und seinem Besuch auf dem Gelände der ehemaligen KZ-Aussenstelle (auf youtube -

Ein Film von Bernhard Koch – www.schwarzer-panther-film.com)

Weiteres Material besonders für Schulklassen finden Sie hier unter www.kz-gedenkstaette-hailfingen-tailfingen.de

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