Wein

Rottenburg, mit seinen Weinbergen in den Ortschaften, bildete bis ins 17. Jahrhundert ein wichtiges Weinzentrum von internationalem Rang: Als Teil des habsburgischen Reiches wurden die Weine bis nach Wien exportiert. Zeitweise lebte die Hälfte der Bevölkerung vom Wein, was in der Stadt bis heute zu spüren ist. Zum Einen im historischen Stadtbild der Altstadt. Hier prägt der Typus des "Rottenbruger Weingärtnerhauses" den Bestand an mittelalterlichen Gebäuden und auch die Spitalkelter von 1736 erinnert an die Hochzeit des Weinanbaus in der Stadt. Zum Anderen im kulturellen Leben in der Stadt. Durch viele Weinfeste und Besenwirtschaften in allen Ortschaften wird der gesellige Teil der Weinbautradition gepflegt, Weinbauvereine und Weinerlebnisführer sorgen für die Wissensvermittlung. Die Urbansbruderschaft, 1401 gegründet, sorgt für die Sichtbarkeit der Weinbautradition in der Kernstadt, durch ihre eigene Besenwirtschaft, aber auch durch die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession. In der Rottenburger Fasnet sind die Weingärtner ebenfalls präsent, z.B. in der Figur der "Wengerthexe" in Wendelsheim oder Rottenburger "Rebstockhexen".